Starker 43:5-Erfolg der Raufbolde

RFC Bad Reichenhall übernimmt von den Gästen StuSta München II Platz 4 in der Regionalliga

„Bei einem 43:5-Sieg glaub ich, gibt es nicht viel zu sagen“, strahlte Kapitän Peter Moosleitner unmittelbar nach dem Schlusspfiff am Marzoller Sportplatz. Zu Gast beim RFC Bad Reichenhall war das Team von StuSta München II. Mit dem klaren Erfolg übernahmen die Raufbolde Platz 4 von den Gästen in der Rugby-Regionalliga. Aufgrund des nass-kalten Wetters kamen nur rund 60 Fans zum Spiel, die dafür aber ein echtes Spektakel ihres Teams sahen.

StuSta machte gleich Druck, doch die RFC-Abwehr ließ keinen Durchbruch zu. Dann starteten die Gastgeber einen Gegenangriff und kamen schwungvoll bis kurz vor die Mallinie. Nach einem Scrum kam der Ball zu Spielertrainer Fabian Weidinger, der damit über die Linie hechtete.  Lorenzo Spadoni setzte den Erhöhungskick zwischen die Pfosten – 7:0 (8. Minute). Der RFC blieb am Drücker. Nach einer Gasse spurtete erneut Weidinger los und rutschte mit dem Rugby-Ei voraus in die Tryzone der Gäste. Spadoni war ebenfalls wieder erfolgreich – 14:0 (13.). In den folgenden Minuten konnte sich StuSta nicht befreien, die Abwehr hielt aber zunächst dicht.  Dann bekamen die Raufbolde von Schiedsrichter  Jared Grellet zentral, wenige Meter vor der Mallinie, einen Penalty-Kick zugesprochen – Spadoni verwandelte ihn zum 17:0 (23.).

„Die ersten 20 Minuten haben wir kontrolliert, in den zweiten 20 Minuten  war dann der Hund drin. Aber wir haben gut   verteidigt“, blickte Moosleitner auf die erste Hälfte zurück. So übernahmen nach der klaren Führung des RFC  die Gäste das Kommando und kamen immer wieder gefährlich nah vor die generische Endzone.  Die Raufbolde befreiten sich in dieser Phase immer wieder mit weiten Kicks.   Trotz des Dauerdrucks der Gäste, hielt die RFC-Abwehr stand – mit 17:0 ging es in die Halbzeitpause.

Beide Teams gingen engagiert in die zweite Halbzeit. Reichenhall nagelte die Gäste in deren Hälfte fest, doch StuSta hielt dagegen. Nach sechs Minuten hätte Georg Weisbacher beinahe den Druchbruch geschafft, wurde aber gestoppt. Danach konnten sich die Münchner immer mehr befreien, doch es dauerte fast 20 Minuten, bis sie wieder gefährlich in die RFC-Hälfte vordrangen. Dann ging es schnell: Nach der Balleroberung endete eine Passstafette  bei David Baumgartner, der an der rechten Seitenlinie zum nächsten Reichenhaller Try spurtete.  Aus der schwierigen Position schaffte Spadoni die Erhöhung – 24:0 (61.) Kurz darauf schnappte sich Bernhard Koch nach einem weiten Kick das Leder kurz vor der Endzone  und rutschte zu seinem ersten Try für den RFC über die Linie. „Der war super. Das mach ich jetzt in jedem Spiel“, lachte Koch nach dem Schlusspfiff. Die Erhöhung klappte diesmal nicht – 29:0 (64.). Nur vier Minuten später eroberten die Raufbolde an der Mittellinie das Ei, und wieder ging es schnell: Wiesbacher wurde kurz vor dem Tor gestoppt, konnte im Fallen aber noch den Pass zu Maxi Wohlschlager bringen. Der wurde zu Boden gerissen, schaffte es  aber, den Ball noch erfolgreich hinter der Linie zum nächsten Reichenhaller Try abzulegen. Erneut bewies  Spadoni seine Kickerqualitäten – 36:0 (68.). Die nächsten Punkte für den RFC steuerte dann Lorenzo Spadoni mit einem eigenen Try bei. Manuel Kamml brach über links durch, das Ei landete über mehrere Stationen bei  Spadoni. Der wurde zu Boden gebracht, machte sich aber lang und legte das Leder mit seiner freien Hand in der Endzone ab. Auch die Erhöhung verwandelte er erfolgreich – 43:0 (73.).   

StuSta stemmte sich danach gegen die drohende Zu-Null-Niederlage. Nach einem Scrum kurz vor der Reichenhaller Endzone war das Ei dann hinter der Linie zum 5:43 (79.). Es war zugleich der Endstand in dieser intensiv und temporeich geführten Partie.  „Unsere Verteidigung war  bärenstark“, sagte  Peter Moosleitner.  „Wir wollen in der Rückrunde alle unsere Heimspiele gewinnen. Das haben wir gegen StuSta mit einer starken Leistung auf unserem Platz untermauert.“  Besonders freute ihn, dass er selbst und Nino Matanza erstmals die kompletten 80 Minuten in der ersten Reihe gespielt haben sowie Georg Wiesbacher und Maxi Wohlschlager – beide haben schon bei den Raufbuam des RFC gemeinsam erfolgreich gespielt –  erstmals als Center auf dem Platz standen. „Die beiden waren top“, lobte sie ihr Kapitän. „Jetzt geht es nach Regensburg. Schauen wir mal, was da passiert.“ Am Samstag, 11. Mai, sind die Reichenhaller beim Tabellensiebten in der Oberpfalz zu Gast.

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